Knowledge Management (KM)
Der Begriff Knowledge Management wird vielfältig definiert und interpretiert.
"Knowledge Management stellt einen systematischen und organisierten Ansatz dar, um Wissen innerhalb einer Organisation dazu zu nutzen, die Fähigkeit Wissen zu speichern zu erweitern und Wissen zu nutzen, um die Leistung im Unternehmen zu steigern." (KPMG: Knowledge Management Research Report 1998)
"Ein System, welches das Sammeln, Organisieren, Aufbereiten, Analysieren und Verbreiten von Wissen in all seinen Formen innerhalb einer Organisation steuert. Es unterstützt Organisationsfunktionen, während es auf die Bedürfnisse eines Individuums in einem zielgerichteten Zusammenhang abzielt"
Aus Sicht einer unternehmensweiten ECM-Strategie fokusiert sich KM auf die Bereitstellung von Informationen für Mitarbeiter, Kunden, Partner oder Lieferanten des Unternehmens. Ziel ist es, der jeweiligen Zielgruppe die relevanten, aktuellen und notwendigen Informationen in ihren Geschäftsprozessen bereitzustellen.
Die Informationsbasis besteht aus strukturierten und unstrukturierten Inhalten, welche über ECM verwaltet werden. KM macht aus diesem "Contentfriedhof" - ähnlich dem "Datenfriedhof" der 90-er Jahre - eine für das Unternehmen nutzbare Wissensbasis. Damit die Mitarbeiter, Kunden, Partner oder Lieferanten die für sie relevanten Informationen mit überschaubarer Treffermenge schnell finden, bedarf es exzellenter Suchalgorithmen (Search Engines) mit intuitiver Oberfläche.
KM Lösungen bestehen im Wesentlichen aus zwei Teilen:
- Crawler sind Komponenten, die unterschiedliche Informationsquellen - Datenbanken, Dateisysteme, Webseiten, usw. - regelmäßig durchsuchen und in ihrer eigenen Datenbasis entsprechende Informationen über den Inhalt und Speicherort ablegen
- Suchmaschinen sind Komponenten, welche über eine entsprechend intuitive Oberfläche dem Suchenden die für ihn relevanten Treffer anbietet. Dabei werden Technologien wie Synonyme, Relevanzen, Thesauries, Semantik, Synthax, Analogien angewandt. Gute Suchmaschinen "lernen" aus vergangenen Eingaben und der Wahl des Anwenders für zukünftige Suchläufe
Voraussetzung dafür sind Prozesse, die diese Informationen "automatisiert" sammeln, klassifizieren und speichern und der Einsatz entsprechender Tools im Konex mit einer unternehmensweiten ECM-Strategie.